Achtung, es sind Langfinger unterwegs! Und es werden immer mehr: Laut aktueller Statistiken steigt die Zahl der Autodiebstähle von Jahr zu Jahr. Allein 2015 wurden 36.500 Diebstähle registriert. Darin eingeschlossen sind auch Lastkraftwagen, deren Verlust einen besonders hohen Sachschaden verursacht. Zusätzlich zum Verlust des Fahrzeugs kommen jedoch auch Ausfälle in den betrieblichen Abläufen. Hier entstehen in Windeseile vier- bis fünfstellige Schadensbeträge, die im schlimmsten Fall existenzbedrohend werden können.

KFZ Diebstahlstatistik zeigt regionale Unterschiede

Betrachtet man die einzelnen Regionen Deutschlands, ist der Spitzenreiter mit über 6600 Diebstählen unsere Hauptstadt. Der durchschnittliche Schaden pro PKW liegt hier bei 15.781 €. Immerhin ist er damit noch niedriger als in Hamburg, wo der Schnitt bei 21.637 € liegt. Dort jedoch werden insgesamt auch etwas weniger Fahrzeuge gestohlen. Orientiert man sich nicht an der Gesamtzahl der Fahrzeuge, sondern rechnet die Anzahl der Delikte auf 100.000 Einwohner hoch, gerät die östliche Grenzregion Deutschlands besonders in den Fokus. In Frankfurt (Oder) wurden 220 Autos pro 100.000 Einwohnern im Jahr 2015 gestohlen. Auch der Landkreis Görlitz an der Grenze zu Polen und der Tschechischen Republik sowie der Landkreis Dahme-Spreewald haben mit über 200 eine ähnliche Quote. In Potsdam, direkt vor den Toren Berlins, liegt sie immer noch bei etwa 150, in Magdeburg zeichnet sich ein ähnliches Bild. In Wolfsburg und Aachen werden 190 Fahrzeuge pro 100.000 Einwohnern gestohlen, weshalb die Nähe zu den östlichen Nachbarn jedoch nicht einziges Kriterium ist und mit Diebstählen überall in Deutschland zu rechnen ist. Die Aufklärungsquote ist insgesamt niedrig, drei von vier Fahrzeuge werden nicht mehr gefunden. Ohne aktives Ortungssystem gestaltet sich die Fahndung äußerst schwierig, weshalb ohne besonderen KFZ Diebstahlschutz nicht mit einer Zunahme der Aufklärungswahrscheinlichkeit zu rechnen ist.

Autodiebstahl: Sichere Städte

Mechanische Sicherung als erste Verteidigungslinie

Es gibt jedoch eine Vielzahl an Möglichkeiten, KFZ Diebstahlschutz effektiv gegen Autodiebstahl einzusetzen und das eigene Risiko deutlich zu minimieren. Dabei wird zwischen verschiedenen Arten der Sicherung unterschieden. Mechanische Sicherungen blockieren durch eine Vorrichtung aktiv wichtige Funktionen des Fahrzeugs. Klassisches Beispiel ist die Lenkradsperre. Sie ist deutlich sichtbar und kann eine abschreckende Wirkung haben. Für geübte Diebe ist sie jedoch kein Hindernis. Eine Gangschaltungssperre ist fest mit dem Fahrzeug verbunden und kostet den Dieb durch den erhöhten Widerstand wertvolle Zeit. Parkkrallen eigenen sich gut, wenn das Fahrzeug für einen längeren Zeitraum abgestellt wird. Gelegentlich machen Langfinger auch gezielt Jagd auf Autoreifen und interessieren sich gar nicht für das restliche Fahrzeug. Ein Felgenschloss verhindert durch spezielle Radmuttern das Abmontieren der Reifen.

Kleine Technik mit großer Wirkung

Doch all die mechanischen Vorrichtungen können mit genügend Geschick und Gewalt überwunden werden. Weitaus schwieriger zu knacken sind elektronische Sicherungen. Es empfiehlt sich, mehrere Formen der elektronischen Sicherung zu kombinieren, um den bestmöglichen KFZ Diebstahlschutz zu garantieren. Weit verbreitet ist die klassische Alarmanlage, die beim Öffnen oder Verschieben des Wagens ein akustisches Signal ertönen lässt. Wesentlich unauffälliger und damit deutlich effizienter arbeitet ein spezielles Ortungssystem. Es ist im Fahrzeug so versteckt montiert, dass es unauffällig im Hintergrund seinen Dienst erledigt. Auch dieses System verfügt über spezielle Sensoren, die beim Bewegen des Fahrzeugs einen stillen Alarm auslösen. Verlässt das Auto einen vorher definierten Bereich, sogenannt Geofences, übermittelt das System mittels GPS Ortung automatisch den Standort. Damit ist es der einzige KFZ Diebstahlschutz, der auch nachdem der Firmenwagen gestohlen wurde, noch seine Wirkung entfaltet. Moderne Technologien ermöglichen gar die Live-Ortung, womit sich das gestohlene Fahrzeug sogar wirksam verfolgen lässt. Für Fuhrparkbetreiber ist das besonders interessant, denn die Technik lässt sich in jedes Fahrzeug einbauen, gleich ob Baumaschine, LKW oder gewöhnlicher PKW. Die Kombination aus geringen Hürden beim Einbau und der hohen Effizienz bei der Aufklärung machen diese Methode zu einer der wirksamsten Mittel, um den Diebstahl eines Firmenfahrzeugs zu erschweren. Gerade Besitzer ganzer Fahrzeugflotten werden am Wiederauffinden des so dringend benötigten Gefährts mehr Interesse haben, als an einem bürokratisch umständlichen Austausch durch die Versicherung. Hier steht klar der laufende Betrieb im Vordergrund und ein unvollständiger Fuhrpark kostet jeden Tag bares Geld.

Fazit

Für Unternehmen und Fuhrparkbetreiber ist ein KFZ Diebstahl immer mit einem großen Verlust verbunden. In der Regel ist es nämlich ein doppelter Verlust, da nicht nur der PKW oder Transporter, sondern auch sein Inhalt gestohlen wird. Dies ist dann mit hohen Kosten und nicht selten mit Produktions- oder Lieferausfällen verbunden und kann sich mitunter auch negativ auf das Vertrauen Ihrer Kunden auswirken. Aus diesem Grund ist Prävention das wichtigste, um Ihren Fuhrpark angemessen zu schützen. Es empfiehlt sich daher beim KFZ Diebstahlschutz auf eine Kombination von mechanischen und elektronischen Sicherungen zu setzen, um Ihre Firmenwagen optimal vor Dieben zu schützen. Vor allem der Vorteil von elektronischen Sicherungen auch nach einem Verlust schnell handeln zu können, spricht ganz klar für eine Absicherung mittels GPS Ortung.

Das könnte Sie auch interessieren:

Start typing and press Enter to search